Dienstag, 1. Oktober 2013

Meine Zeit am Fuji-san

Am Sonntag, den 22. September geht unsere Reise dann los..

Ab, in Richtung des Fuji-sans, des Wahrzeichens von Japan. 
Wir werden am Rande des wunderbaren Fuji-sans zwei Tage lang die Umgebung erkunden. 

Leider ist die Saison fürs Besteigen des Fuji-sans vorbei... Das ist zwar extrem schade, aber ich tröste mich damit, dass unsere Zeit dafür so oder so nicht gereicht hätte- Man braucht alleine zwei Tage zum Aufstieg, und dann ist man ja erst oben. (Wir haben aber insgesamt nur 2 Tage..)
Der Fuji-san ist eigentlich ein Vulkan und der höchste Punkt in Japan ( mit seinen 3776 Metern, ich kann die Zahl auswendig, bin ich gut oder was?). Er ist zum letzten Mal 1707 ausgebrochen und gilt nicht wirklich als aktiver Vulkan.
Schon auf dem Weg zum Fuji-san fängt das Staunen und Bewundern an. Die japanische Landschaft entzückt und verzaubert uns total.



 Der Doshi-River und die wunderschöne japanische Landschaft *.*




..und auf den Bildern sieht es nur halb so schön aus, als es eigentlich ist. Ihr müsstet eigentlich alle hierher kommen und es euch ansehen, euer Mund bleibt euch einfach offen stehen... *-*

Wir kommen nach so 2 1/2 Stunden am Rande des Fuji-san an. 
Dort sehen wir uns in einem Museum an, wie die Japaner hier früher hier gelebt haben. Das wirklich coole an dem Museum ist, dass wir fast alles auch anfassen dürfen- Auch wenn die Sachen echt alt sind und einen ungeheuren Wert haben, dürfen wir sie berühren- Und durch das entgegengebrachte Vertrauen gehen auch alle sehr respektvoll mit den Sachen um.
- Das Feeling zwischen den Gästen ist dadurch auch irgendwie vertrauter.



So löschte man Feuer damals (Mit mühseligen Pumpen)- Und es gab öfter mal ungwollte Feuer, denn jedes Haus hatte im "Wohnzimmer" ein Loch im Boden, wo im Winter immer Feuer brannte- Heizungen gab es ja nicht und es war (ist) im Winter seehr kalt hier. Die Feuer breiteten sich öfter mal ziemlich schnell auf das restliche (HOLZ-) Haus aus und so kommt es, dass nur noch wenige dieser alten traditionellen Häuser stehen.

Eine alte Badewanne

Nach dem Museum trinken wir noch eiskaltes Wasser vom Fuji-san, das uns nun in unserem weiteren Leben Glück bringen wird. :) *.*
- Früher war das sozusagen der Brunnen des Dorfes-infact eigentlich nur ein Loch, in das die Quelle reinläuft- also tranken schon die damaligen Menschen an dem Ort ihr Wasser, oder schöpften es für Zuhause.


Miki und ich sorgen für unser Glück :p

Danach gingen wir wieder zum Auto und fuhren zu einer Eis-Lava-Tropfsteinhöhle
Die war total faszinierend. Sie ist mitten in einem Wald und schon der Weg durch den Wald hindurch ist besonders- Weil der Wald so besonders ist. 
Die Wurzeln aller Bäume liegen frei und so sieht es aus wie ein Märchenwald- ich habe nur auf die böse Hexe oder das Rumpelstielzchen gewartet :D


AWESOME!!
Die Wurzeln sind so freigelegt, weil der Ausbruch des Fuji-san 1707 die Lava bis hierher getragen hat und diese die Landschaft dann so sehr verändert hat. 
Mittlerweile wächst schon wieder Moos auf den Wurzeln aber manchmal entdeckt man auch noch dünnes schwarzes Lavagestein
Die Fugaku- Höhle entstand auch durch den Ausbruch 1707- und in diesen vielen Höhlen sammeln sich bis heute (im Gestein) noch Gase an. Die Sorgen dafür, dass die natürlichen Eisformen in der Höhle (die im Winter gebildet werden) bis zum Herbst in der Höhle zu sehen sind. 
Leider waren wir ja nun im Herbst in der Höhle und es sind nur noch kleinere nicht gaaaanz so spektakuläre Eisreste übrig (Wir waren in den letzten zwei Wochen der Saison da..).
Trotzdem ist es unfassbar sie zu sehen die Höhle kann einen nur faszinieren.



Miki, Otosan und ich auf den Weg in die Fugaku- Höhle.
Beim Abstieg ging es innerhalb von Sekunden von 28 Grad bis zu -10 Grad in der Höhle. Ich habe meinen Atem gesehen- und das hier in Japan- ich hätte nicht gedacht, dass das überhaupt vorkommt (Hier in Tokyo sinds im Winter immer so um die 0 Grad, nie kälter)



 Familienfoto vor der Eis-Höhle:D


Zu guter Letzt ging es an diesem Tag nach der imposanten Höhle noch zum Shiraito- Wasserfall. 


Ist er märchenhaft schön oder märchenhaft schön??
-Das dürft ihr euch jetzt ausuchen. :D 

Neben dem eigentlichen Wasserfall noch ein kleiner süßer zweiter Wasserfall. ( plus Miki, Okasan und mir)


Nach dem Besuch beim Shiraito-Wasserfall sind wir dann zu unserer Nachtbleibe gefahren. 
Wir sind ziemlich spät angekommen und direkt nach unserer Ankunft in die bereitgelegten Yukata geschlüpft (ein alltäglicher Kimono wird Yukata genannt und besteht aus normaler Baumwolle während Kimonos extra [auf die Person und aus Hanf und Seide] angefertigt werden) - für mich das erste Mal in einem Yukata- und gehen in die Badelandschaft des Hotels.


 Wir drei Mädels im Yukata. Beim Binden ist es wichtig, zuerst die rechte Seit zugeklappt wird und dann die linke. (Denn bei den Toten wird zuerst die linke Seite zugeklappt)


Dann gibt es noch ein leckeres, fischhaltiges (wie eigentlich fast immer, aber diesmal echt in jedem Gang.. :x) Abendbrot und auf unseren Zimmern fallen wir dann alle einfach komplett müde ins Bett.


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Am nächsten Morgen gibt es dann FISCH zum Frühstück
Das ist ein wenig zu viel für mich. Ich bin durch und durch ein süßer Frühstücker und auf einem Mal ist da Fisch auf meinem Teller. 
Aber da ich ja so tapfer bin, beiße ich mich trotzdem durch. Haha.
Im wahrsten Sinne des Wortes.
Okasan und Otosan können sich darüber köstlich amüsieren, vor allem weil ich wahrscheinlich schon mal glücklicher beim Frühstücken ausgesehen habe. :D
Und sie fanden es toll von mir, dass ich es trotzdem gegessen habe. Also wenigstens hat sich das Frühstück (was eher auf der Nicht-so-schön-Liste landet) in dieser Hinsicht gelohnt. :D

Wir packen dann noch schnell unsere Sachen und fahren los. Als wir an vielen Sengokubara Feldern vorbei fahren (Sengokubara, das sieht aus wie Silberährengras [so übersetzt es das Wörterbuch :D]- es sieht aus wie Schilf, bloß nicht so groß.. Seht euch das Bild an, dann wisst ihr, was ich meine..) entscheiden wir, kurz eine Pause einzulegen und den Weg durch das Sengokubara-Feld zur Spitze des Feldes zu gehen.




Das war auch eine gute Entscheidung, denn in diesem Feld zu laufen war echt schön und die Aussicht oeben war einfach genial.


Miki und ich in dem Sengokubara -Feld



Nach unserer kleinen Wanderung sind wir dann weitergefahren zum Ashi-See, der im "Nationalpark" Hakone liegt. 

Dort gingen wir einen alten und sehr bekannten Samuraiweg entlang.


 Okasan, Otosan und Miki umarmen einen Sugi- eine japanische Zeder- Sie sind extrem alt und wachsen nur an wenigen Orten.



Der Weg war eine Abschnitt des langen Samurai-Weges von Tokyo (früher Edo) nach Kyoto. Die Vorstellung, dass diesen Weg tausende von Samurais entlanggeschritten sind ist unglaublich.
Am Ende des kurzen Abschnittes den wir gegangen sind ist dann einer der vielen "Checkpoints" auf diesem endlos lang erscheinenden Samurai-Weg nach Kyoto. 
Der Checkpoint hier trägt den Namen Hakone Sekisho. 

 Hakone Sekisho von oben betrachtet + Ashi-See im Hintergrund


An den Checkpoints haben die Samurai längere Pausen eingelegt, manchmal über einen oder sogar mehrere Monate. Dort wurde primär gecheckt, ob die Waffen und die Rüstung der Samurai noch ordentlich funktionierte und nicht beschädigt waren. Der Hakone Sekisho Checkpoint war in der Edo-Zeit sehr berühmt- Es war der größte und wichtigste Checkpoint
Hier versuchten damals viele Frauen zu fliehen- Hakone liegt am Rand von Edo (Tokyo) und war sozusagen die Pforte nach Draußen, denn Frauen durften in der Edozeit Edo nicht verlassen. 
Und speziell Sklavinnen und Arbeiterinnen versuchten über den Hakone Sekisho Checkpoint ihre Freiheit zu erlangen- Was nicht sehr vielen gelang, denn der Hakone Sekisho war sehr streng und gut gesichert.


Der Eingang des Hakone Sekisho Checkpoints. Der war damals streng gesichert und überwacht.



 Die Frauen wurden, wenn sie erwischt wurden, mitten in dem Checkpoint erhängt und als Mahnung vor die Tore gehangen. 
Wir haben zum Glück nur Rekonstruktionen von Glagen (und so weiter..) gesehen, die in rotem Plastik mitten auf dem Hauptplatz des Checkpoints beinahe erstrahlten, aber im Museum waren Gemälde von faszinierten Malern zu sehen- Und glaubt mir, das war nicht unbedingt schön anzusehen... 

Während meines Hakone Sekisho- Besuches habe ich mal wieder zu schätzen gelernt, dass ich in der heutigen Welt lebe und frei von Tokyo nach Kyoto oder Deutschland oder sonstwohin gehen kann.



 Miki und ich während wir uns das Hakone Sekisho Museum angucken- Zum dem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass hier hunderte Frauen ihr Leben ließen.



Wir wandern nach so vielen traurigen Eindrücken dann wieder zurück zur Hauptanlegestelle des Ashi-sees und fuhren mit einem Schiff bis Togendaiko. 




In Togendaiko angekommen gehen wir dann zur Seilbahnstation, um alle Verkehrsmittel, die wir gebrauchen könnten auch wirklich zu benutzen.- Mit der Seilbahn fahren wir nach Owakudani.






Miki, Okasan und ich auf dem Weg zum Owakudani- Vulkan. In der Seilbahn denke ich noch ganz unschuldig, dass die Rauchwolken einfach nur Wolken sind, die ein bisschen besonders sind. :D Bin ich süß und ahnungslos oder was? :D


Und der Fuji-san verlässt uns nie-
Wir sehen ihn immer mal wieder- und sind ein weeeeenig enttäuscht, dass das Wetter nicht ganz so nett zu uns ist, wie wir es uns wünschen würden.. Aber dafür genießen wir die Momente, in denen wir den wunderschönen, gigantischen Fuji-san sehen umso mehr. Dieses Mal aus der Seilbahn- wir fahren zum Owakudani-Vulkan, der direkt gegenüber des Fuji-sans ist.



Der Owakudani ist eine aktiver Vulkan, was auch ich langsam merke, als ich finde, dass die "Wolken" viel zu schnell vorantreiben und normale Wolken ja irgendwie auch nicht so aussehen als würden sie aus einem "Berg" kommen. Ja- manchmal bin ich dann doch ein Schnellchecker von der Firma Langsam.. :D (Das hättest du jetzt zu mir gesagt, Brüderchen :D)
Es ist total faszinierend, wie die Gase aufsteigen und mir wird dann doch ein bisschen mulmig im Bauch, als wir aus der Seilbahn aussteigen und mir eine krasse Schwefelwolke in die Nase steigt.
Aber niemand scheint hier ängstlich zu sein oder schnell wieder mit der Seilbahn runter fahren zu wollen also denke ich mir einfach mal Keep calm und YOLO zur gleichen Zeit und verdränge den Geruch aus meinem Kopf. :D Ein Glück habe ich das Talent sowas zu können- Manchmal nicht ganz so gut, wenn man sich über sowas keine ernsthaften Sorgen macht und in dem Moment einfach mal perfekt :D
Wir steigen dann den Vulkan hinauf- übrigends das erste Mal in meinem Leben, dass ich auf einem Vulkan rumlaufe, ich war ´nen bisschen aufgeregt :D- und kreuzen oft Geysir-Bäche.

 Natürlich freuen Miki und ich uns alle zehn Meter wieder erneut über den kleinen Bach und halten unsere eisigen Hände in das angenehm warme Wasser.  (Es war meeeega kalt dort oben- und ich natürlich in kurzer Hose, schlaues Kind.- Am Sonntag hatte ich ´ne lange Hose an und es war mir viel zu heiß und am Montag ziehe ich extra eine kurze Hose an, weil ich mir so denke, aus Fehlern soll man ja lernen, aber wieder nichts gewesen. Vielleicht sollte es helfen, wenn man weiß, was man machen wird und wie warm/ kalt es wird. Aber da ich das nie richtig weiß, hilft eigentlich nur noch das You only live once- Motto.In jeder Situation :D) 







Nach einer guten dreiviertel Stunde sind wir dann auf der Hauptplattform des Vulkans und können ihn nicht weiter besteigen- Ich würde sooo gerne noch weiter hoch... :)



Okasan, ich und Miki auf dem Owakudani- Vulkan. Es war mega beeindruckend dort oben, Bilder können das gar nicht richtig ausdrücken*.*
(-Okasan hat irgendwie ein Talent die Augen auf Fotos fast immer zu zuhaben. :D)


Otosan ist von Hakone mit dem Auto bis nach Owakudani gefahren und holte uns nach unserer "Wanderung" ab- Und dann aßen wir eeendlich Mittag- so gegen 15:30. Ich hatte eeeecht Hunger.
Und bei Hunger schmeckt ja Essen immer besonders gut c;
- Hier schmeckte es dann 4-fach gut, weil wir das erste Mal in einem kleinen, gemütlichen Dorfrestaurant ohne viel Schnick-Schnack und Glanz sitzen- was mir mega gefällt (ich fühle mich gleich total Zuhause dort), Otosan eher nicht so. Eine ältere, süße Frau kocht uns Udon- Mein erstes Udon.

Es schmeckt einfach mal meeega lecker und ich hätte die Besitzerin des kleinen, gemütlichen Restaurants gerne als meine Oma.
4-fach geschmeckt hat´s mir, abgesehen davon, dass der Geschmack einfach Bombe war, weil erstens die Location+ die Besitzerin toll war, ich zweitens eeextrem hungrig war, das mein erstes Udon war und Viertens war das auch noch das erste Mal für mich, dass ich ganz traditionell auf dem Boden kniend meine Udon von dem kleinen Tischchen aß. 

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich die japanische Kultur liebe? Ich würde gerne jeden Tag mein Abendbrot so essen- Aber die Japaner werden (von ihren Lifestyles) immer westlicher... und bequemer.



Eeeendlich Mittag, ONAKASUITA !!! (-->ich habe Hunger)


Nach diesem perfekten, gemütlichen Mittag ging es dann wieder auf den Weg nach Hause, ich bewunderte wieder die endlos schöne Landschaft und konnte es nicht fassen, dass ich wirklich hier, in Japan, bin.

Wir brachten dann Miki noch zum Zug (Sie schaffte es, und nutzte an diesem Tag jedes Verkehrsmittel :D) und fielen zu Hause dann fertig und glücklich in unsere (westlichen) Betten.


Das waren zwei wunderschöne Tage beim Fuji-san♥♥♥





Vorfreude... IST DIE SCHÖNSTE FREUDE!


An unserer Schule ist ja am 28 und am 29ten September Schulfest und jede Klasse stellt sich an den Tagen vor- egal wie.

Meine Klasse fängt so langsam mit den Vorbereitung dafür an.
Ein paar Mädels möchten unbedingt, dass wir alle zusammen tanzen und so studieren wir einen Tanz aus High School Musical ein. Ziemlich mädchenhaft und ich bin erstaunt, wie streiklos die Jungs alle mitmachen.
-Vielleicht ist das mal wieder die feine, unscheinbare Art der Jungs, den Mädels zu zeigen, dass sie sie wirklich mögen - Denn ansonsten machen wir ja nicht viel mit ihnen zusammen. Und ich habe das Gefühl, dass manche Jungs das richtig genießen mit uns zusammen diesen Tanz zu lernen.

Unsere Pausen werden jetzt immer zum Tanzen genutzt! 


--> We are all in this together. -Auch wenn selbst mir das bei dem ersten Mal Proben ein wenig zu girlie war, kann ich nun doch zugeben, dass es auch Spaß macht mit allen zusammen etwas einzustudieren- Zumindestens merke ich, wie wir wirklich alle mehr zusammenwachsen- Einfach, weil wir alle das Gleiche machen.
Neben dem Tanzen stellen wir unseren Lieblingslehrern lustige Fragen und veräppeln sie ein wenig- und die können perfekt darüber lachen.
Am Samstag haben wir, zum Beispiel, den Lehrern mit denen wir Unterricht hatten erstmal einen Schreck eingejagt- Wir haben den Raum ein bisschen abgedunkelt, hatten alle Masken auf und jeder so ein Handfeuerwerk in der Hand. (Kanako filmte die ganze Zeit für unseren großen Film den wir dann zusammenstellen.)
Als der Lehrer herein kam sagten wir erstmal nichts, bis wir uns alle gleichzeitig umdrehten und auf ihn zu rannten. Haha.
Der eine Lehrer hat so einen Schreck bekommen, dass er wieder aus dem Raum gerannt ist!
- Aber er konnte dann auch am Längsten über sich selbst lachen.
Das kleine Schnürchen am Handfeuerwerk zogen wir dann alle, als der jeweilige Lehrer mitten in der Stunde gerade dabei war etwas an die Tafel zu schreiben und schon lange nicht mehr an uns und unser (Halloween-) Schulfestvideo dachte.
Haha. Der Schreck war immer erstmal zieeemlich groß und der Lacher danach noch mehr.
Da sag mal noch einer, die Japaner wären sooo schüchtern- Ne, Ne ! :D

 Haha, und trotz Halloween-Motto können die süßen Japaner einfach nicht gruselig sein- Halloween ist hier nicht so sehr mit Angst verbunden sondern eher mit süßen Tierchen und Süßigkeiten. Und so haben wir beide PANDA-Masken abbekommen :D

Die letzten Vorbereitungen und Absprachen, bevor der Lehrer in den Wahnsinn getrieben wird- und da ich nicht die genauen Angaben der Absprachen verstehe erschrecke ich mich teilweise genauso wie der Lehrer wenn auf einen Mal 36 Schüler ihr Handfeuerwerk ziehen- Und meins kam dann immer in einer 5 Sekunden Verzögerung, was zum ersten Lacher der Lehrer führte :D
 Hahaha :D

Am Samstag (21.September) war ich dann wieder beim Kochklub und dieses Mal kochten wir uns zusammen Mittag- Okonomiyaki. Das ist einfach mal sauuuuu lecker und sieht so aus:


Das wird aus Ei, Mehl, Weißkohl, Pilzen, ein paar Scheiben Speck gemacht. 

 Schmausen- Mit der dritten Familie♥





Am Abend kam dann Miki (meine Cousine) zu uns. Wir werden nämlich morgen zum Fuji-san fahren!!! *.*
Okasan bastelt dann einen Futon für Miki zurecht.
Ein echtes, japanisches Futon. Ich kann´s nicht glauben und finde das so genial und beeindruckend, dass mich Miki fragt, ob ich nicht lieber auf dem Futon schlafen möchte und sie in meinem Bett.
Das Angebot kann ich natürlich nicht abschlagen (Ich will´s auch absolut nicht!! *.*) und so verbringe ich meine erste Nacht hier in Japan so richtig traditionell auf einem Futon.

 YEAH!

Es ist eigentlich auch zieemlich bequem und durch die Kuscheldecken (Höhöhö) auch nicht kalt.
 Ich liebe es und hätte auch nichts dagegen so jede Nacht zu schlafen. ._.

Mein Schlafgemach - das erste Mal schlafen auf einem Futon *.*

Montag, 30. September 2013

Sportlich- Festlich-Familär

http://www.youtube.com/watch?v=2Htjb7-vn5E

Ich dachte mir mal, dass ihr nach sooo viel Text auch mal Lust auf ein Video habt- mal wieder Annöö sehen c: ♥

Haha, ist es komisch seine Stimme zu hören, ich spreche ja so tief :D

Und ein paar Bilder vom Sportfest: 
 So sehen Sieger aus, Schalalalala!

YAY, Hinata gewinnt einfach (der Typ in Rot ist Hinata, aus meiner Klasse:) )


 Der coolste Basketballer der Welt. Spielt einfach im Finale die ganze Zeit mit der Maske. Einfach so, aus Fun. Hahaha, HILFE, EIN ALIEN SPIELT BASKETBALL!! :D

 Kuuuuuuscheln mit den Japanern- KAWAI♥

OIOIOIOI- WASSHOI! (Kämpfe!) - Zusammenhalten ist die Defensive!

 Rika, ich und Kanako- meine Girlies♥

Und was für Trikots tragen die Japaner?? Richtig. DEUTSCHE. Unfassbar. - Ich habe mich soo darüber gefreut c: (von Hertha waren auch welche dabei aber da war mir Dortmund sympathischer :p)


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Das EISAA-Fest:

Beeindruckend!!

 Die Musiker mit den Sanshin-Gitarren

 


Eisaa- Tanzgruppe





 Der wunderschöne Sonnenuntergang am Ende eines tollen Tages- 16.9.2013
(Okasan meint, wenn abends ein schöner Sonnenuntergang ist, wird der nächste Tag sehr schön)

 Okasan und ich mit meinem selbstkreeirten Blumengesteck.

 Haha. Ballons- für das gaaaanz kleine Kind :D 

 Dango vorbereiten!!!





Tsukimi - und der wunderschöne Vollmond am 19.09.


 Die Dango´s mit der süßen japanischen Soße, die wir am Tsukimi-
Fest unter dem Vollmond essen- Nachdem wir zusammen für unser Leben gedankt haben.

 Meine Kochclubmädels und ich- ♥♥♥
14.9.2013



Donnerstag, 26. September 2013

Japan erleben, atmen und kennenlernen

Woooa- meine zweite Woche startete ziemlich verrückt.

 Ich hatte gehört, dass es einen Basketballklub gibt und wollte ihn mir am Donnerstag ( 8.Sept.) an sehen. Ich freute mich also den ganzen Tag auf den Zeitpunkt, wenn das letzte Mal die Klingel ertönt und wir nach Hause gehen können- Denn dann konnte ich endlich mal wieder Basketball spielen. Yay!
Komi, das Basketballmädchen, kawaaai♥


So Yay war´s dann doch  nicht. Komi (Mädchen aus meiner Klasse, die mich mitnahm zum Basketball) erzählte mir, dass sie jeden Tag drei bis vier Stunden trainieren
- Außer montags, da haben sie frei. 
Nach der Information dachte ich während des Umziehens schon mal darüber nach, dass die Mädels wahrscheinlich tausendmal besser sind als ich- Ich, die freitags nur so zum Spaß Basketball spielt, ohne große Technikkenntnisse
Und so war´s dann auch- Die Mädels sind echt perfekt im Spielen, in der Theorie, einfach wie die großen Stars… Naja, sie trainieren halt auch schon seit 8 Jahren quasi jeden Tag.

Es war also ziemlich niederschmetternd für mich, weil ich nicht ansatzweise mit den Mädels mithalten konnte...
-Dann hat mich die Trainerin schon zu der jüngeren Basketballgruppe gesteckt, aber auch die waren alle viel besser als ich- Das nagt schon ein wenig am Glauben an einen Selbst..
 An dem Tag fuhr ich also komplett kaputt, weil´s für mich ziemlich Hardcore war, und deprimiert nach Hause. Ich beschloss gezwungenermaßen nicht in den Basketballklub einzutreten, denn ich wäre da immer der Hinterherhinker.
- Es ist echt nicht so, dass ich nach drei Monaten oder so mit den Mädels mithalten könnte..
An dem Abend habe ich mich auch ziemlich alleine und suboptimal gefühlt.

Aber das Leben geht weiter- auch hier in Japan. Und so wurde mein Freitag wieder total schön.
Eine der vielen wunderschönen Trennwände im TNM

Meine Klasse hatte heute ihren ersten Testtag nach den Ferien.
- Das heißt, dass sie in jeder Stunde Tests schreiben. Und Oyuka und ich könnten die Tests nicht mitschreiben und hätten deswegen den ganzen Tag Japanischunterricht.
Okada-sensei schnappte sich uns und fuhr mit uns nach Tokyo.
Ins Tokyo National Museum
Dort bewunderten wir erst eine Ausstellung der alten japanischen Kunst und dann sahen wir uns noch asiatische und indische Kunst an.
-Die Ausstellungen sind richtig genial,  vieeele alte Gemälde, Kimonos, Schüsseln, Calligraphie-Rollen und alles ist so wunderschön und detailreich verziert.
Ich bin echt verzaubert. Die Perfektion der kleinsten Dinge überrascht mich einfach bei jedem Gemälde erneut.




 Eine alte einzigartige Mumie durften wir auch betrachten-- Wie verrückt dieses Feeling ist :x 



 Calligraphie+ Kunst= Unbeschreiblich




Okada-sensei und Oyuka vor einem Kimono



JAPANISCH


asiatische Kunst

Nach dem wir dann Mittag gegessen haben gehen wir noch in ein modernes Kunstmuseum (das hatte ein bisschen Phänomenta-Style). Oyuka und ich lassen unserer Kreativität einfach mal freien Lauf und haben ziemlich viel Spaß- Das Museum ist eigentlich eher für Kinder gedacht, aber wir fühlen uns einfach wohl und probieren alles aus- Und Okada-sensei erfreut sich ziemlich daran.

ART IN WONDERLAND- Name der Ausstellung in dem modernen Museum.


Am Samstag streunern Oyuka und ich nach der Schule noch in Machida rum- Wir hören Straßenmusikern zu, quatschen, treffen einen Lehrer aus Amerika und unterhalten uns mit ihm, genießen die Sonne und haben einfach Spaß.
Big City Life for a small town girl

Onisan (Hiro- erinnert euch, Onisan heißt älterer Bruder) entführt mich dann am nächsten Tag, am Sonntag zu dem Schulfest seiner Schule- mein erstes japanisches Schulfest. 
Auf einem Schulfest stellen sich die Klubs und die Klassen vor (es ist auch ein wenig vergleichbar mit unserem Tag der offenen Tür)
Nur das im Vordergrund das steht, was die Klubs das ganze Jahr so gemacht haben. Und da es ja so mega viele Klubs gibt, gibt es auch ziemlich gut variierendes Programm.

Auf Hiro´s Schulfest habe ich meine erste richtige Teezeremonie erlebt, vom Teeklub durchgeführt. Wir säubern erst unsere Hände, und danken dann still für unser Leben. Danach kriegen wir eine Süßigkeit (die mir absolut gar nicht schmeckt, BÄH! --SOJA -.-)

Die Soja-Süßigkeit + Origami-Kranich ._.

und nachdem eines der Mädchen eine Art Wunsch für uns gelesen hat und wir die Süßigkeit gegessen haben bekommen wir den Matcha. Er ist ziemlich bitter und sozusagen das Gegenstück zu dem Süßen.
Da wird fleeeißig Tee gekocht

Die Schüssel, in der der Matcha serviert wird, stellt man auf die linke geöffnete Hand und dann dreht man die Schüssel dreimal mit der rechten Hand nach links. Danach wird der Tee dann getrunken.
Nach der Teezeremonie versuche ich ein selbstkreeirtes (von zwei Schülern) Computerspiel zu spielen.
- Und dafür dass ich keine der Anweisungen verstehe komme ich sogar ziemlich weit, bevor ich dann sterbe. :D

Nach meinem Tod geht es zur Schulband, zum Tanzclub, zu zwei Theaterstücken  ( Einmal eine neue Version von Romeo und Julia [die ich nicht ganz verstehe, obwohl ich ja das eigentliche Romeo und Julia kenne.. :D ] und einmal dem Stück "Guilty or innocent" bei dem es 9 Leute gibt, die alle auf des Messers Schneide stehen und im Knast vor Gericht versuchen, den Richter zu überzeugen, dass sie unschuldig sind.- Ein supertolles, lustiges Stück) und das absolute Highlight ist an diesem Tag das Orchester der Schule. Sie sind verdammt perfekt, die Lieder machen teilweise einfach Lust auf Tanzen und sind extrem schön. 
Beim finalen Lied verteilt das Orchester selbstgebastelte Instrumente und verbreitet eine extrem gute Laune. 

 Die Schulband

Am Schulfest zahlt es sich dann aus, dass die Japaner so viel Zeit in die Perfektion ihres Hobby´s stecken (Alle üben soviel wie der Basketballklub in meiner Schule, vor allem die Tanzklubs tranieren ziemlich oft- und sind dann auch mega perfekt.)

Onisans Schule von außen- 
Die Japaner sind extrem kreativ und lieben es, irgendwas zu gestalten *.* 
Und sie nehmen das Schulfest extrem ernst- sie wollen alle verdammt gut sein.

Am Montag erlebe ich dann meinen ersten Sportunterricht- der Montags immer in Tanzunterricht ausfällt (Mädchen getrennt von den Jungs- die glücklichen männlichen Wesen dürfen natürlich wirklich Sport machen!! Gemein.).
Wir suchen uns einen Song aus, hören den Takt raus, quatschen, ich zeige den Mädels wie man Makarena tanzt und dann.. ja, und dann ist die Stunde schon wieder um :D also, extrem sportlich, die 50 Minuten lang. ;)

Ich verstehe mich auch immer besser mit Okasan und Otosan- die Beziehungen sind hier nicht besonders tief wie ich sie zu meiner richtigen Familie habe, aber ich verstehe mich immer besser mit ihnen (also ich hab mich nie schlecht mit ihnen verstanden, aber es ist einfach so schön zu sehen, wie es besser und harmonischer wird)
Sie geben sich so viel Mühe mit mir und freuen sich immer total, wenn ich versuche auf Japanisch zu reden- sie sind wirklich süß*.*

Und am Dienstag Abend haben wir herausgefunden, dass die beiden ABBA auch mögen und so saßen wir dann den ganzen Abend zusammen, hörten ABBA und sangen dazu:D

Das war schon ziemlich witzig- generell erlebe ich hier ziemlich viele witzige Momente, die die Beziehungen vertiefen, auch wenn wir nicht miteinander reden.

Und dann war auch meine zweite Woche um..
So voll ist mein Zug jeden Morgen...
An sitzen denke ich schon gar nicht- davon kann man höchstens träumen :D

Genau nachdem ich zwei Wochen hier war, brach bei JR (Japanese Railways) das komplette Chaos aus, Züge fielen aus und mein sonst immer schon mega voller Zug war nun eine reine Sardinendose. 
Wir standen nun wirklich Bauch an Bauch und Rücken an Rücken in dem Zug- Das war ganz schön Hardcore


Und auf der Zugfahrt zurück nach Hause war ich ein zieeemlicher Entertainer
Haha, das muss ich euch erzählen:  
Also, das Ding ist in Japan, dass du innerhalb Japans SMSen für umme verschicken kannst. (YAAAY!! )
Meine Mädels wollten nun alle meine Nummer haben und schrieben mir ´nen Haufen SMS

Und ich saß gerade im Zug und dachte mir, hey, schreibst du mal zurück. Aber ich will ja auch nicht langweilig sein und einfach die ganze Zeit auf Englisch schreiben und so versuchte ich einfache Sätze auf Japanisch zu schreiben
- aber das Handy wollte nicht so wie ich, es veränderte die Hiragana andauernd und löschte sie einfach mal wieder. 
Ich brauchte also extrem lange um alleine "Hi, wie gehts?" auf Japanisch zu schreiben und dann wurde alles wieder beim Wechseln der Sprache gelöscht und ich war langsam schon am verzweifeln. 
Dabei hörte ich aber Musik und merkte nicht, wie schnell die Zeit verstrich, bis ich mich endlich wieder entsann, dass ich ja im Zug saß
In dem Moment guckte ich also auf, um abzuchecken, an welcher Station ich gerade war- und sehe in 6 belustigte japanische Augenpaare. Und diese Augenpaare sehen sofort –immernoch lachend- weg.


Zuerst weiß ich gar nicht, worüber sie lachen und dann lasse ich die letzten Minuten Revue-geschehen und fange auf einem Mal auch an zu lachen.
-Ich muss einfach nur zum totlachen ausgesehen haben, wie ich versuche mit dem Handy in Japanisch zu schreiben, es klappt nie und ich bin immer kurz vorm Ausrasten
Die Jungs freuen sich total, als sie sehen, dass ich auch über mich selber lachen muss und lachen mit mir. 
Dann nimmt sich der eine Junge das Handy und fragt mich, ob ich Konbanwa schreiben wollte, ich nicke nur und er schreibt mir innerhalb von Sekunden das, was ich seit locker 10 Minuten versuche. 
Dann lachen sie nochmal kräftig mit mir und steigen mit einem zwinkernden Sayounara aus dem Zug aus. 
Hahaha, ich saß dann noch bis zu meiner Station alleine im Zug und lachte mich selbst aus. 


Eine der alten Kunstfiguren im TNM- aber passt auch super zu meiner Entertainerstory :D